Lokales/Regionales
SOS Schulhof: „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie ...“ - Aktion für grüne Freiräume an Thüringer Schulen
Erfurt (23.Oktober 2008): Die „Schule“ steht immer wieder in der gesellschaftlichen Diskussion. Mit dem zunehmenden Ausbau der Ganztagsschulen wird heute das Schulgebäude und sein Umfeld wieder mehr bewertet. Gefragt sind Angebote, die Schüler über den Unterricht hinaus individuell fördern und ihnen bei einer kreativen Freizeitgestaltung helfen. Mehr und mehr sind Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam gefordert und es bewähren sich Konzepte, die vor Ort entstehen und Freiräume für die Ideen aller Beteiligten lassen. Eine prozessorientierte Planung unter Einbeziehung aller und eine Realisierung mit "Kopf, Herz und Hand" ermöglicht soziales und ökologisches Lernen. Unstrittig ist, dass ein attraktiver Schulhof und gut bewirtschafteter Schulgarten eine pädagogisch und lern-psychologisch wertvolle Unterstützung des Schulbetriebs sind. Kurz: Die Umgestaltung und Pflege von Schulhöfen eröffnet Perspektiven zur Verbesserung des Lernumfeldes und zur Erprobung von Eigenverantwortlichkeit an Schulen. Lehrer und Schüler sind motivierter, wenn sie sich wohl fühlen. Was schon Goethe wusste und im Faust schrieb, stimmt noch heute: „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum.“
Deshalb startet auch in Thüringen der vom Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (AuGaLa) initiierte Schülerwettbewerb SOS – Schulhof 2009. Teilnahmeberechtigt sind Schüler allgemein bildender Schulen der Jahrgangsstufen 7 bis 10. Auf den Bundessieger wartet die (Teil-)Realisierung der Schulhofumgestaltung im Wert von 5.000 Euro. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2009 beim Fachverband Garten-, Land-schafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e.V, Max-Planck-Ring 39 in 65205 Wiesba-den-Delkenheim.
Weitere Informationen zum Schülerwettbewerb „SOS – Schulhof“ sind in den an die Schulen verschickten Flyern und im Internet unter www.schoenerewelt.de zu finden.
Mit der Teilnahme an diesem Wettbewerb haben Schüler die Möglichkeit, sich mit ihrer Schule als positivem Lebensraum auseinander zu setzen. Zudem lernen sie zusätzlich den Ausbildungsberuf „Landschaftsgärtner/in“ kennen. Landschaftsgärtner bauen und pflegen Gärten, Parks, Spiel und Sportplätze und führen Arbeiten im Naturschutz und der Land-schaftspflege durch. Sie bauen Wege, Treppen und Mauern, pflanzen Gehölze, führen Dach- und Fassadenbegrünungen aus, legen Teiche an und sind in der Baumpflege tätig. Die grü-ne Branche boomt seit Jahren, die Wertschätzung des öffentlichen Grüns hat bei Investoren, Industrie, Städten und Gemeinden sowie bei Privatleuten zugenommen. Auch Schulen kön-nen von den Leistungen der Landschaftsgärtner profitieren. Und für die Schüler ist es gut zu wissen, dass der Ausbildungsberuf „Landschaftsgärtner/in“ gute Zukunftsaussichten bietet.
